Konfliktfelder
Streitigkeiten in Eigentümergemeinschaften, Mietverhältnissen und
zwischen Nachbarn
 
Beispiel 1:
Mieter M zahlt seit Bestehen des Mietverhältnisses immer wieder in unregelmässigen Abständen Miete, und diese dann auch nur unvollständig. Zeitweilig belaufen sich die Rückstände auf bis zu 3 Monatsmieten.
Im letzten Moment vor Ausspruch der fristlosen Kündigung begleicht er dann in bar seine Rückstände.
Dann geht es nach einiger Zeit wieder auf ein Neues.
Der Vermieter ist ob dieses Verhaltens nach dem vierten Mal entnervt, das Vertrauen in die Verlässlichkeit des Mieters schwindet. Er als Eigentümer muss doch selbst pünktlich Annuitäten für den Bankkredit zahlen, mit dem er Ankauf und Umbau des Objekts finanziert hat. Er will M jetzt wirklich aus der Wohnung haben.
Andererseits bedeutet dies ersteinmal Leerstand, neuer Verwaltungsaufwand für Inserate und Besichtigungstermine, wobei fraglich ist, ob der Mietausfallschaden tatsächlich beim Mieter realisiert werden kann, wenn nicht einmal die laufende Miete gezahlt wird.
Der Vermieter macht sich Gedanken über ein klärendes Gespräch. Er will dem Mieter die Probleme klar machen und erwägt, das mit Hilfe eines Mediators zu tun.

Beispiel 2:
Durch ein günstiges Angebot konnten die Familien A, völlig rücksichtslos und Z, völlig pedantisch sich unverhofft eine Eigentumswohnung leisten. Endlich eingezogen, stolz auf ihr neues Zuhause, aber auch kreditbelastet bis zum Renteneintritt, stellen sie fest, was für fürchterliche Nachbarn sie haben. Die einen völlig rücksichtslos, die anderen pedantisch wie vor 50 Jahren; und so gibt es zunächst monatlich, später wöchentlich Streit um Kleinigkeiten, die an überdimensionaler Bedeutung gewinnen. Jede Familie überlegt schon auszuziehen und zu vermieten - aber die Eigenheimzulage. Ob es auch andere Lösungen gibt? „Haus und Grund“ schlägt eine Mediation vor, und beide lassen sich darauf ein. Der erste Schritt ist getan.

Beispiel 3:
Die Grundstücke von K und L lagen schon immer nebeneinander, jeder hatte genügend Platz für sein Einfamilienhaus. Nun will die Tochter von K auf dem Grundstück der Eltern bauen. Aus Platzgründen muss bis an die Grenze von L gebaut werden. Diese verweigern ihre Genehmigung. Daraufhin macht K die Familie L in der ganzen Nachbarschaft schlecht. Auch die Kollegen aus dem Ruderverein mischen sich ein. L bereut seine Entscheidung schon, ärgert sich aber auch, dass K selbst nicht mal vorbeigekommen ist um mit ihm zu sprechen. Einer im Verein schlägt eine Mediation vor. Alle Kollegen sind gespannt auf das Ergebnis.

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